Ältere Projekte

Ältere Projekte der Kulturstrolche




Der preußische, nicht der polnische König!

Ende November 2012 wandelten die Kulturstrolche der Klasse 4 a der Altstadtschule mit ihrer Lehrerin Sylvia Käter auf vergangenen Pfaden Güterslohs. Zusammen mit Herr Ellermann vom Stadtmuseum erkundeten sie zuerst die Stadt von heute und reisten dann in die Zeiten von „damals“. Sie lernten einiges über die Stadt Gütersloh, deren Verkehrswege, alte Dinge, die aus dem Boden ausgegraben wurden und einen Adler, der vom alten Rathaus gestürzt war. Und um kennenzulernen, wie genau sich das Leben damals anfühlte, konnten sie z. B. auf Socken über eine nachgebaute alte Straße wandeln oder testen, wie schwer der Hammer eines Arbeiters bei Miele war.

Ganz nebenbei haben die Kulturstrolche viel gelernt. Herr Ellermann war trotzdem zwischenzeitlich verblüfft, wie viel Wissen die Kulturstrolche schon mitbringen – eine Verwechslung des preußischen mit dem polnischen König bildete auf jeden Fall eine Ausnahme. Am Ende wollten die Kulturstrolche noch gar nicht gehen und vor Ort den nächsten Termin für einen Besuch im Stadtmuseum ausmachen. Ein Strolch schlug den 21. Dezember vor: „Da haben wir Zeit.“

Kulturstrolche räumen auf

Dass Aufräumen generell nicht als Lieblingsbeschäftigung von Kindern gilt, ist kein Geheimnis. Bei den Kulturstrolchen der Karlschule trifft diese Annahme aber offensichtlich nicht zu: Die Drittklässler setzten sich künstlerisch mit dem Thema „Aufräumen“ auseinander und stellten dazu eine eigene Fotoausstellung auf die Beine!

Doch zuerst ging es für die Kulturstrolche zum „Raum für Kunst“. Dort strolchten sie gemeinsam mit dem Künstler Elmar Brinkmöller durch die Atelierräume und lernten einiges über den Künstler Ursus Wehrli und seine Fotografiekunst. Von ihm übernahmen sie anschließend auch die Idee für ihre eigene Ausstellung, denn Wehrli setzt sich in seiner Kunst viel mit dem Thema „Aufräumen“ auseinander.

Zurück in der Schule suchten die Kulturstrolche dann mit Elmar Brinkmöller zusammen nach geeigneten Fotomotiven –  z.B. einem Bücherregal - und fotografierten diese sowohl im unordentlichen, chaotischen als auch im aufgeräumten Zustand. Die dabei entstandenen Fotografien wurden anschließend in einer Ausstellung gezeigt, deren Organisation ebenfalls in den Händen der Kulturstrolche lag. Die Schülerinnen und Schüler haben somit die Ausstellung nicht nur mit Bildern bestückt, sondern auch bei der Vorbereitung kräftig mitgewirkt. So schrieben sie die Einladungen zur Ausstellungseröffnung und sorgten außerdem für das leibliche Wohl ihrer Gäste. In der Zeit vom 26.10.-30.10.2012 konnten die Fotografien der Schülerinnen und Schüler im „Raum für Kunst“ bewundert werden. Die Paderborner Kulturstrolche waren – zu Recht – stolz auf ihre künstlerische und organisatorische Leistung.

Hier können Sie die Pressemitteilung zur Verbreitung und für lokale Zwecke herunterladen:

Strolchen wie in 1001 Nacht

Sie staunten über fremde Bilder, Bücher, Kleidung oder Wasserpfeifen, sie probierten süße Datteln, orientalischen Tee und türkische Zuckerwatte und sie lauschten den Abenteuern des Seefahrers Sindbad. Das und vieles mehr unternahmen die Kulturstrolche der Riemekeschule in Paderborn unter dem Motto „Die orientalische Märchenwelt der 1001 Nacht“.

Am 5. November 2012 besuchten die Drittklässler zum ersten Mal die Ausstellung in der Städtischen Galerie „Märchen aus 1001 Nacht“. Die Kulturstrolche konnten die vielen fremden Gegenstände nicht nur betrachten, sondern z.T. auch selbst ausprobieren. So zogen sich einige Kinder gerne den Kaftan, Sari oder Turban über. Nach einem orientalischen Snack lösten die Strolche mit Begeisterung in Gruppen Quiz-Aufgaben einer Rallye durch die Ausstellung. Sie mussten z.B. herausfinden, wie die Häuser von innen aussehen oder orientalische Gewürze nur am Geruch erkennen. Nach dieser Anstrengung war eine Pause angesagt, in der die Strolche es sich mit Tee auf einem Teppich gemütlich machten und gespannt dem Märchen des Seefahrers Sindbad lauschten. Passend dazu malte jedes Kind ein Bild zu einer Szene des Märchens, welche dann anschließend zu einem großen Leporello zusammengestellt und in der Ausstellung gezeigt wurden.

Am 3. Dezember 2012 ging es erneut in die Städtische Galerie, wo die Strolche diesmal das Märchen „Ahmed und das Zauberpferd“ kennenlernten. Das Märchen wurde in vier Szenen aufgeteilt, ebenso die Klasse in vier Gruppen. Jede Gruppe erarbeitete die Kulisse und die Figuren zur Szene als Schattenspielfiguren aus schwarzem Tonkarton und die Figuren erhielten sogar einen beweglichen Arm oder Bein. Das Schattenspiel war gar nicht so einfach, wie viele zuerst dachten. Viele Kleinigkeiten mussten beim Spielen der Figuren beachtet werden und auch die Sprache bekam beim Vorlesen eine große Bedeutung. Beim Märchenfest am 19. Januar präsentierten die Kulturstrolche stolz ihr Schattenspiel und erhielten dafür viel Applaus.

Damit war es aber noch nicht getan. Zum Abschluss des Projekts probierten sich die Strolche in der arabischen Kochkunst aus. Gemeinsam mit Frau Özdem von der Museumsausstellung bereiteten sie einfache aber trotzdem raffinierte orientalische Gerichte zu und ließen sich das Essen anschließend richtig schmecken. Dies hatten sie sich nach dem erlebnisreichen Schulhalbjahr auch wirklich verdient.

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