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Das erleben die Kulturstrolche zurzeit in den verschiedenen Städten




Zu Besuch bei Flitsch der Maus und dem Lebkuchenmann Kulturstrolche im Theater Paderborn

Die Klasse 2c der Comeniusschule Elsen schnuppert Anfang Dezember 2014 Theaterluft in Hülle und Fülle: Nach dem Besuch des Weihnachtsmärchens „Der Lebkuchenmann“ dürfen die Strolche bei einer spannenden Führung mit der Theaterpädagogin Larissa Werner selber mal (im wahrsten Sinne des Wortes) einen Blick hinter die Kulissen werfen. Im Studio des Theaters findet grade der Aufbau für die Premiere von Kafkas „Die Verwandlung“ statt, sodass die Klasse mit Lehrerin Frau Seipolt sofort miterlebt, was in den heißen Tagen kurz vor einer Premiere alles noch vorbereitet werden muss. In der Schreinerei, im Malsaal und im Lager  entdeckt dann der ein oder andere sogar Gegenstände wieder, die auch bei dem „Lebkuchenmann“ auf der Bühne zu sehen sind. Auch von dem, was in der Maske passiert, haben die meisten schon eine genaue Vorstellung: „Da malt man die Leute an, damit sie besser aussehen“. Und wie die „Leute“ dann aussehen, können die Strolche hautnah bewundern, als sie plötzlich Flitsch der Maus und seinen Kollegen über den Weg laufen, die grade auf dem Weg zur nächsten Vorstellung sind. Nach einem großen „Aaah“ und „Ooohh“ geht es weiter in den Kostüm-Fundus. Hier gibt es wirklich alles -  von der Unterwäsche über Schuhe in allen Größen bis hin zum Wintermantel! Das besondere Highlight für die meisten ist jedoch, einmal den dicken Stoffbauch anlegen zu dürfen, den die Schauspieler bei besonders fülligen Rollen tragen.

Nachdem nun alle die Zuschauerperspektive und die Welt hinter der Bühne entdeckt haben, fehlt nur noch das Erlebnis auf der Bühne selber. Dieses soll auch nicht fehlen und findet daher direkt am nächsten Tag in Form eines Theaterworkshops im Theatertreff statt. Bei zahlreichen Schauspielübungen  können die Strolche ihrer Kreativität freien Lauf lassen und schließlich sogar selber kleine Szenen aus dem „Lebkuchenmann“ pantomimisch darstellen.

Nach diesen aufregenden Tagen im Theater können sich die Kinder der Klasse 2c als echte Theaterkenner bezeichnen. Vielleicht kommt der ein oder andere ja noch mal wieder...

„Ich habe in meinem ganzen Leben immer gut gegessen“ – Porträtmalerei

Die Beckumer Kulturstrolche im Museum Abtei Liesborn

Im November 2014 machen sich die Kulturstrolche des vierten Schuljahrs der Bodelschwingh-Schule aus Beckum auf ins Museum Abtei Liesborn. Bei diesem Besuch dreht sich alles rund um das Thema „Portrait“.

Gleich am Anfang fischt die Museumspädagogin ein paar winzige Porträts aus der Hosentasche: Ganz kleine, alte Münzen mit Portraits von großen Persönlichkeiten wie Königin Elisabeth und König Karl Gustav. Die Kulturstrolche staunen nicht schlecht und nachdem bald die grundsätzliche Frage, was ein Portrait eigentlich ist, geklärt ist, sind alle bereit, sich mit den „richtigen“ Portraitgemälden in der Ausstellung des Museums zu beschäftigen. Frau Mengenkamp (die Museumspädagogin mit den Porträts in der Hosentasche) erzählt, wie die auf den Porträts abgebildeten Menschen sich abends manchmal sogar unterhalten. Da die Kulturstrolche auch ziemlich gute Beobachter sind, fällt es ihnen ganz leicht zu erraten, wer an besagtem Abend wohl was gesagt hat: Der dicke Mann z. B. „Ich habe es mir in meinem ganzen Leben gut gehen lassen und immer gut und viel gegessen“. Die Kulturstrolche merken aber auch, dass man auf jedes kleinste Detail achten muss, um zu erkennen, welchen Eindruck das Portrait der abgebildeten Person wohl vermitteln soll.

Anschließend geht es dann nicht mehr um die Kunst der Vergangenheit, sondern um die Künstler der Gegenwart. Und das sind die Kulturstrolche selber. Das sieht man schon ganz klar an den ersten Skizzenübungen. Danach können sich alle als echte Portraitkünstler bewähren und kleine Druckplatten mit dem eigenen Portrait erstellen. Die Kulturstrolche sind voll von Eindrücken dieses tollen, großen Museums und freuen sich über ihre eigenen künstlerischen Ergebnisse. So platzt es am Ende aus einem Kulturstrolch heraus: „Heute war ein richtig schöner Tag!“

König Friedrich - Ist das der mit der Kartoffel???

Um dieser und ähnlichen Fragen nachzugehen, besuchen die Kulturstrolche der vierten Klasse der Niels-Stensen Grundschule mit ihrem Lehrer Herrn Plonka im November 2014 das Stadtarchiv in Lippstadt.

Hier erforschen sie zunächst einige spannende Fakten zur Stadtgeschichte Lippstadts. Dazu schauen sich die Kulturstrolche alte Urkunden, Karten und Fotos an. Bald wissen sie genau, wie es von ein paar Bauernhöfen durch den Stadtgründer Bernhard und später König Friedrich II (der mit der Kartoffel) zum heutigen Lippstadt gekommen ist.

Um herauszufinden, wie die ganzen alten Dokumente gelagert werden, machen sich die Strolche auf ins Magazin des Archivs und dürfen sich einige Urkunden aus Pergament und Siegel anschauen, die sonst sorgfältig in den zahlreichen Regalen und Schränken verstaut sind.

Aber was kommt eigentlich ins Archiv? – ist die Frage, die es jetzt noch zu klären gilt und jedoch gar nicht so leicht zu beantworten ist. Ausgestattet mit verschiedenen Materialboxen dürfen die Kulturstrolche deswegen einmal arbeiten wie echte Archivare und z.B. entscheiden: Gehört die aktuelle Lippstädter Tageszeitung ins Archiv oder nicht? Nach einiger Zeit ist allen klar: Dinge, die mit Lippstadt zu tun haben und die vielleicht mal für die Geschichte der Stadt interessant sein könnten, sind im Stadtarchiv Lippstadt richtig aufgehoben.

Die Zeit vergeht wie im Fluge, sodass die Kulturstrolche am Ende des Vormittags noch gar nicht gehen wollen, da es in den Regalen und Vitrinen des Archivs noch viel zu entdecken gibt. Vielleicht kommt der ein oder andere Kulturstrolch ja noch mal wieder…

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