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Projekte der Kulturstrolche




Kulturstrolche auf Entdeckungstour!

Neugierig sein, Fragen stellen, einen Blick hinter die Kulissen werfen: Die Kulturstrolche der Luziaschule Berge gingen im vergangenen Schulhalbjahr in ihrer Stadt auf Entdeckungstour und haben dabei einiges erlebt und erfahren.
Die Idee des „Kulturstrolche-Projektes“: Jedes Schulkind soll während seiner Grundschulzeit möglichst viele kulturelle Sparten und Kultureinrichtungen vor Ort kennen lernen. Im Klassenverbund oder in kleineren Gruppen besuchen die Kinder die Einrichtungen, lernen dort tätige Menschen, ihre Arbeit und die jeweilige Kulturform kennen.

So begaben sich die Kulturstrolche des zweiten Schuljahres auf eine Zeitreise. Gemeinsam mit Stadtarchivarin Ursula Jung entzifferten sie ein altes Schulzeugnis. Dabei erfuhren sie im Stadtarchiv in Grevenstein, dass es früher einmal Noten in Fächern wie „Fleiß und Ordnungsliebe“ gegeben hatte und übten anschließend, ihren Namen in alter Schrift zu schreiben. Dann ging es nach Eversberg, wo die Kulturstrolche im Heimatmuseum einen Schatz entdeckten und gemeinsam mit Gerhard Trudewind und Ulrich Matuschke den Altstadtpfad „auf Ritter Kräuselbarts Spuren“ erkundeten.

Die Kulturstrolche der dritten Klassen gingen im Radio auf Sendung – als Reporter beim Bürgerfunk der Katholischen Medienwerkstatt Meschede erzählten sie unter Leitung von Peter Neutzler von ihren Erlebnissen als Kulturstrolche. Auch ein Besuch bei Radio Sauerland stand auf dem Programm. Chefredakteurin Anke Gebhardt hatte die Kinder eingeladen und nahm sich viel Zeit, alle Fragen zu beantworten.

Mit dem Thema „Kulturen“ und der Vielfalt der Religionen beschäftigten sich die Kulturstrolche der vierten Klassen. Ihre Entdeckungsreise begann in der St.-Walburga-Pfarrkirche, wo die Küsterin Lydia Webelhaus den Kindern zahlreiche Geheimnisse des alten Gebäudes verriet. In der evangelischen Christuskirche machten sich die Kinder dann mit Pfarrerin Karin Neumann-Arnoldi auf die Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden christlichen Konfessionen. Dass es auch religiösen Extremismus gibt, der Mädchen das Recht auf Bildung verwehrt, erfuhren die Kinder beim Klassenzimmerstück „Malala“ des Westfälischen Landestheaters: ein Plädoyer für das Recht auf Bildung und individuelles Glück. In der Fatih-Moschee in Meschede beschäftigten sich die Kulturstrolche dann mit dem Islam, besuchten Waschraum und Gebetsräume und erfuhren bei einer kurzen Lesung auf Arabisch, dass der Koran von rechts nach links gelesen wird. Im Bürgerzentrum Alte Synagoge und auf dem Jüdischen Friedhof lauschten die Kinder interessiert den Ausführungen von Wilfried Oertel, der ihnen von der Geschichte dieser Orte und der jüdischen Gemeinde berichtete. Auch die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern, waren ein wichtiges Thema und einige Kinder fragten sich, ob nicht auch in ihren Ortsteilen an die in der NS-Zeit verfolgten und ermordeten Menschen in ähnlicher Form erinnert werden sollte.

„Respekt“ war dann auch die zentrale Botschaft, die die Kulturstrolche bei der Abschlussveranstaltung in Arnsberg vermitteln wollten: Sie sangen ihren „Respekt“-Song und das Kulturstrolche-Lied, das sie bereits 2015 um eine Strophe erweitert hatten: „Kultur gibt es beim Essen, Kultur ist wie man spricht. Wir woll’n auch nicht vergessen: Auch helfen - das ist Pflicht! Kultur ist Gästefreundschaft, Kultur ist Religion. Kultur ist, wenn man was schafft, mit Welcome und Shalom.“

Kulturstrolche-Diplom-Vergabe mal anders!

Zum 32. Ahlener Stadtfest gab es für die „fertigen“ Kulturstrolche etwas ganz besonderes. Nicht wie gewöhnlich in der Klasse, sondern bei einem Rockkonzert konnten sich die Strolche ihr hart erarbeitetes Diplom abholen und danach ordentlich feiern! Das haben sie sich nach 3 Jahren als Kulturstrolch und sechs Besuchen in den verschiedensten Kultureinrichtungen auch verdient! Extra für sie spielte die Kölner Kinder-Rockband Pelemele und die brachten nicht nur die Strolche zum abrocken, sondern auch ihre Eltern!

Theaterexperten aus Gevelsberg

Die Gevelsberger Kulturstrolche machten sich auf eine kleine Forschungsexpedition durch die Kulissen des Theater Hagen. In der Schreinerei erfuhren sie wie aus einfachen Holzkonstruktionen facettenreiche Bühnenkulissen werden. Unzählige Kostüme aus unterschiedlichen Epochen konnten im Kostümfundus bestaunt werden. Hier werden alle jemals eingesetzten Kleidungsstücke aufbewahrt und als Probenkostüm auf der Probebühne verwendet oder so umgenäht, sodass sie als neue Kostüme für die Premiere eingesetzt werden. Von der Nähkunst der Schneiderei konnten sich die Kulturstrolche hautnah überzeugen lassen.

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